Ehrenamtliche Hospizhelfer

Bärbel Scholz

Bärbel Scholz - Ehrenamtliche Hospizhelferin

Mein Weg zur Hospizarbeit
Ehrenamt ist für mich seit meinem 30. Lebensjahr Bedürfnis und Verpflichtung im gesellschaftspolitischen Sinn. Zunächst in der Menschrechtsarbeit bei Amnesty International, dann in der außerparlamentarischen Organisation von Projekten ("Aktion für Toleranz") und danach in der politischen Arbeit im Stadtrat von Penzberg. Nach meinem beruflichen Wechsel hin zu freiberuflicher Tätigkeit war die Entscheidung zur Hospizarbeit geprägt von meiner spirituellen Entwicklung und von dem Gedanken an den Tod meiner Mutter, die im Alter von 61 Jahren starb, meinem jetzigen Alter. Eine Freundin empfahl mir das Domicilium und nach einem Gespräch mit Helena Snela war mein Entschluss gefasst, mich hier einbringen zu wollen.

An der Hospizarbeit gefällt mir besonders
Vielleicht ist "gefallen" nicht der richtige Ausdruck, eher bewegen mich einerseits die Gespräche mit Schwerkranken oder Sterbenden bzw. das Wachen bei ihnen. Zu erleben, wie sie in einem Prozess des sich zunächst Auflehnens gegen die Gewissheit befinden, in die letzte Phase des Lebens einzutreten, des sich dann langsam Hinwendens und Hinnehmens, sich Versöhnens, um dann häufig ruhig und in Frieden sterben zu können, ist etwas, was auch in mir etwas verändert. Was nicht heißt, dass dieser Prozess immer so verläuft.
Und ich fühle mich bestärkt in meiner eigenen spirituellen Entwicklung durch die angebotenen Fortbildungen, die Gespräche mit anderen Hospizhelfern und Begegnung mit Referenten, die mich teilweise durch ihr Engagement tief berühren und bereichern.
Nicht zuletzt bedeutet es, die Arbeit in einer Gemeinschaft von Menschen, deren Bedürfnis es ist, Kranken und Sterbenden zu allerletzt ein kleines Stück "trotzdem noch in Würde zu leben" zu ermöglichen, bevor sie gehen.




Bibi Lücke

Bibi Lücke - Ehrenamtliche Hospizhelferin

Mein Weg zur Hospizarbeit
Ich bin seit mehreren Jahren Kandidatin für eine Herz-OP. Deshalb wollte ich Erfahrungen suchen, zu schwerer Krankheit, Sterben und Tod und zwar solche, die möglichst Vertrauen schaffen. Ein Hospiz, verbunden mit einem Seminar-/ Meditationshaus, wo Jeder, der kommt, herzlich willkommen ist, schien mir das Richtige zu sein.

Meine Tätigkeit im Hospizdienst
Soweit ich es kann, bin ich Mädchen für alles, das gerade gebraucht wird.Meine Aufenthalte hier hatten zur Folge, dass ich gerne mehr über die Pflege lernen wollte. Mit viel Unterstützung in der von mir absolvierten Ausbildung und hier in der Hospiz-Gemeinschaft beim praktischen Lernen wachse ich in diese Anforderungen langsam hinein.

An der Hospizarbeit gefällt mir besonders
Zum Sterben und zum Tod habe ich noch nicht wirkliche Begegnung gefunden. Aber das Leben und Arbeiten hier gefällt mir gut und hat mir bisher schon sehr viel Freude und Bereicherung gebracht.




Helga Gecks

Helga Gecks - Ehrenamtliche Hospizhelferin

Mein Weg zur Hospizarbeit
Seit 1983 mein Vater starb, befasse ich mich mit dem Sterbeprozess. Danach übernahm ich gesetzliche Betreuungen und unterstütze privat alte, hilfsbedürftige Menschen. Ich absolvierte einen Pflegekurs auf anthroposophischer Basis, ein Hospizhelferseminar im Domicilium, übte mich in Zen-Meditation sowie einer Ausbildung zum Seelsorgebesuchsdienst.
Seit März 2013 komme ich regelmäßig in die Domicilium Hospiz-Gemeinschaft als ehrenamtliche Hospizhelferin

Meine Tätigkeit im Hospizdienst
Ich übernehme alle Aufgaben, die hier anfallen. Dabei ergibt sich eine zunehmende Sicherheit durch die konkreten Erfahrungen. Das gibt mir Mut im Gegenüber von fremden Personen und Problemen.

An der Hospizarbeit gefällt mir besonders

  • der würdevolle, achtsame Umgang miteinander
  • die Arbeit ohne Hektik
  • der Zeitrahmen meines Arbeitspensums
  • Zeit für Singen und Lachen, Spaziergänge mit den Gästen
  • Mitarbeitertreffen, Fortbildungen, Supervision, Biografiegespräche